Wohnungsbestand in Deutschland
Wie viel Wohnraum ist vorhanden – und wie verändert sich der Bestand? Amtliche Jahresendwerte und getrennte Zu- und Abgänge zeigen die Entwicklung. Der Wechsel der Zählungsbasis bleibt sichtbar.
Wie viele Wohnungen sind vorhanden?
31.12.2025 · Basis: Zensus 2022 43.951.556 WohnungenGegenüber dem vergleichbaren Vorjahresende: +195.830 Wohnungen (+0,4 %).
Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden einschließlich Wohnheimen. Eigene Veränderungsrechnung aus exakten amtlichen Beständen. Der Bestand beschreibt vorhandenen Wohnraum; er misst weder freie Mietangebote noch die Erfüllung eines Neubauziels.
Die Entwicklung auf getrennter Zählungsbasis
Basis: Zensus 2022 · Millionen Wohnungen
31.12.2022: 43.240.957 Wohnungen; 31.12.2025: 43.951.556 Wohnungen. Die Achse beginnt bei null. Fehlende Jahre unterbrechen die Linie.
Ältere Historie: Zensus 2011 · getrennt vom aktuellen Abschnitt
Basis: Zensus 2011 · Millionen Wohnungen
31.12.2015: 41.446.271 Wohnungen; 31.12.2021: 43.084.122 Wohnungen. Die Achse beginnt bei null. Fehlende Jahre unterbrechen die Linie.
Basisbruch 2021/2022: Die alte Fortschreibung und die Zensus-2022-Basis sind getrennte Abschnitte. Für 2022 wird keine Veränderung aus dem alten 2021er Bestand berechnet.
Jahresendbestände im Überblick
| Stichtag | Wohnungen | Veränderung | Veränderung in % | Zählungsbasis | Status / Vergleichbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2025 | 43.951.556 | +195.830 | +0,45 | Zensus 2022 | Quellenstatus: nicht ausgewiesen · Gleiche Zählungsbasis |
| 31.12.2024 | 43.755.726 | +238.507 | +0,55 | Zensus 2022 | Quellenstatus: nicht ausgewiesen · Gleiche Zählungsbasis |
| 31.12.2023 | 43.517.219 | +276.262 | +0,64 | Zensus 2022 | Quellenstatus: nicht ausgewiesen · Gleiche Zählungsbasis |
| 31.12.2022 | 43.240.957 | – | – | Zensus 2022 | Quellenstatus: nicht ausgewiesen · Basiswechsel: 2021 und 2022 nicht vergleichbar |
| 31.12.2021 | 43.084.122 | +280.385 | +0,66 | Zensus 2011 | Quellenstatus: nicht ausgewiesen · Gleiche Zählungsbasis |
| 31.12.2020 | 42.803.737 | +290.966 | +0,68 | Zensus 2011 | Quellenstatus: nicht ausgewiesen · Gleiche Zählungsbasis |
| 31.12.2019 | 42.512.771 | +277.369 | +0,66 | Zensus 2011 | Quellenstatus: nicht ausgewiesen · Gleiche Zählungsbasis |
| 31.12.2018 | 42.235.402 | +267.336 | +0,64 | Zensus 2011 | Quellenstatus: nicht ausgewiesen · Gleiche Zählungsbasis |
Auszug aus der Datentabelle: 8 von 11 Zeilen. Alle Werte und Quellen ansehen →
„–“ bedeutet fehlender oder nicht vergleichbarer Wert. Der Vergleich benötigt genau das unmittelbar vorherige Kalenderjahr, dieselbe Einheit und dieselbe Zählungsbasis. Jahresbestände werden nicht zu einem Mehrjahresvolumen addiert.
Die sechs Zu- und Abgangskomponenten
Die Vorzeichen werden für die Bilanz einmal angewendet. „Insgesamt“ bleibt als Endbestand außerhalb der Flusssumme. Bei fehlender Komponente bleibt der Saldo leer. Ein Bilanzrest ist ein Prüfhinweis und wird nicht automatisch korrigiert.
Jahr 2025 · Zensus 2022 · Bilanz stimmt; Rest 0
| Amtliche Kategorie | BSTVE2-Code | Originalwert | Beitrag zum Saldo | Status / Quellenzeichen |
|---|---|---|---|---|
| Zugang durch Neubau | ZUGANG-NEU | 173.503 | +173.503 | nicht ausgewiesen |
| Zugang durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden | ZUGANG-BAU | 154.279 | +154.279 | nicht ausgewiesen |
| Sonstiger Zugang | ZUGANG-SON | 221 | +221 | nicht ausgewiesen |
| Totalabgang | ABGANG-TOT | 11.993 | -11.993 | nicht ausgewiesen |
| Abgang durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden | ABGANG-BAU | 119.758 | -119.758 | nicht ausgewiesen |
| Sonstiger Abgang | ABGANG-SON | 422 | -422 | nicht ausgewiesen |
| Eigener Komponentensaldo | +195.830 | Nur bei sechs gültigen Komponenten | ||
| Vergleichbare Bestandsänderung (31231-0001) | +195.830 | Gleiche Zählungsbasis | ||
| Bilanzrest: Bestandsänderung minus Komponentensaldo | 0 | Bilanz stimmt; Rest 0 | ||
| Abweichung der Endbestände beider Tabellen | 0 | Getrennter Fassungsabgleich | ||
Wie viele Wohnungen gibt es in Deutschland?
Der Wohnungsbestand zählt die am Jahresende vorhandenen Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Dazu gehören auch Wohnungen in Wohnheimen. Die Kennzahl ist ein Bestand zu einem Stichtag – keine Zahl der im Jahr fertiggestellten Wohnungen.
Die Darstellung trennt deshalb den gesamten Bestand von seiner Veränderung gegenüber dem vorherigen vergleichbaren Jahresende. Bei einem Wechsel der statistischen Grundlage wird keine scheinbar genaue Wachstumsrate über die Grenze hinweg ausgewiesen.
Wie verändert sich der Wohnungsbestand?
Der Bestand wird ausgehend von einer Gebäude- und Wohnungszählung fortgeschrieben. Zugänge erhöhen ihn, Abgänge vermindern ihn. Das Ergebnis beschreibt die Veränderung des erfassten Wohnraums, nicht die Zahl aller Bauvorhaben oder Genehmigungen.
Eine steigende Wohnungszahl kann mit regionaler Knappheit zusammenfallen. Die nationale Summe sagt nicht, ob die Wohnungen am benötigten Ort liegen, bezahlbar sind oder tatsächlich zur Vermietung angeboten werden.
Welche Zugänge und Abgänge gehören zur Bilanz?
Die amtliche Veränderungstabelle unterscheidet Zugänge durch Neubau, Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden und sonstige Zugänge. Daneben stehen Totalabgänge, Abgänge durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden und sonstige Abgänge.
Für die Bilanz werden die passenden Zugangskomponenten addiert und die Abgangskomponenten abgezogen. Der ebenfalls ausgewiesene Gesamtbestand gehört nicht zusätzlich in diese Summe. Bei fehlenden Komponenten oder unterschiedlichen Quellenfassungen bleibt ein rechnerischer Abgleich offen.
Warum sind Fertigstellungen nicht dasselbe wie Nettozuwachs?
Fertigstellungen beschreiben das Ergebnis der Bautätigkeit eines Kalenderjahres. Die Bestandsveränderung berücksichtigt zusätzlich, wie sich die Zahl vorhandener Wohnungen durch Zu- und Abgänge entwickelt. Auch die Behandlung von Maßnahmen im Bestand muss zum jeweiligen Messkonzept passen.
Deshalb werden weder die Fertigstellungen einfach zum Vorjahresbestand addiert noch beliebige Abrisszahlen aus einer anderen Statistik davon abgezogen. Ein nachvollziehbarer Vergleich benötigt dasselbe Jahr, passende Abgrenzungen und dokumentierte Datenfassungen.
Fertigstellungen und Nettozuwachs mit Rechenbeispielen erklärt →
Warum ist der Zensus-2022-Wechsel wichtig?
Die hier zugrunde liegende Veröffentlichung kennzeichnet Werte ab 2022 auf Basis der Gebäude- und Wohnungszählung 2022. Ältere ausgewiesene Werte beruhen auf der vorherigen Zählungsbasis. Diese Abschnitte werden in der Darstellung getrennt.
Ein Wechsel der Ausgangsbasis kann den statistischen Bestand verändern, ohne dass diese Differenz vollständig durch Neubau oder Abriss entstanden wäre. Für 2022 wird deshalb keine Veränderungsrate aus einem alten 2021er Basiswert berechnet. Eine neue Anfangsbasis ist keine vollständig rückgerechnete alte Zeitreihe.
Was sagt ein hoher Wohnungsbestand nicht aus?
Die Zahl der Wohnungen ist weder die Zahl der Haushalte noch die Zahl frei verfügbarer Mietangebote. Auch die Aufteilung in bewohnte und leer stehende Wohnungen lässt sich nicht allein aus der jährlichen Gesamtsumme ablesen.
Der Wohnungsbestand misst nicht unmittelbar Bezahlbarkeit oder die Erfüllung des historischen Neubauziels. Dafür gibt es andere Kennzahlen mit eigenen Definitionen. Die Fortschreibung ist außerdem von der Mikrozensus-Erhebung zur Wohnsituation zu unterscheiden.
Quellen und Datenstand
Die Hauptquelle ist das Statistische Bundesamt, GENESIS-Tabelle 31231-0001. Die Veränderungskomponenten stammen aus Tabelle 31231-0002. Stichtag, Zählungsbasis und Quellenfassung werden zusammen mit den Zahlen ausgewiesen.
Das Veröffentlichungsdatum bezeichnet nur einen belegten amtlichen Termin. Ein späterer Import oder eine unveränderte Bestätigung macht aus einem älteren Berichtsjahr kein neues. Vollständige Werte, Rechenregeln und gespeicherte Fassungen sind auf der Datendetailseite zugänglich.
Jüngster Stichtag: 31.12.2025. Amtliches Veröffentlichungsdatum dieser importierten Zelle: nicht ausgewiesen. Übernommen: 07.11.2026 10:38 UTC. Zuletzt bestätigt: 07.11.2026 10:38 UTC.
Bestand: GENESIS 31231-0001; Bewegungen: 31231-0002; Maßmerkmal WOH001, Anzahl Wohnungen. Übernommener Bereich: 2015–2025. Die geprüfte Basiszuordnung reicht bis 2025. Vor Übernahme eines neuen Berichtsjahres wird sie anhand der amtlichen Methodik erneut geprüft. Die Daten haben keinen belegten Einzelzellenstatus; dieser bleibt unbekannt.
- Destatis GENESIS: Wohnungsbestand Deutschland ↗
- Destatis GENESIS: Bestandsveränderungen ↗
- Destatis: Wohnungsbestand im Zeitvergleich ↗
- Destatis: Wohnungsbestand zum Jahresende 2025 ↗
- Destatis: Methodik zur Umbasierung auf Zensus 2022 ↗
- Destatis: Lizenz und Quellenangabe ↗
- Destatis: Qualitätsbericht Wohnungsfortschreibung ↗
- Destatis: offizielle API-Beispiele ↗
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS 31231-0001 und 31231-0002. Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0. Auswahl, Berechnungen und Darstellung: eigene Bearbeitung von Politikfolgen.
Alle verfügbaren Werte, Definitionen und Quellen zu dieser Kennzahl.
Vollständige Daten und Quellen öffnen →