Mietentwicklung in Deutschland
Wie verändern sich die tatsächlich gezahlten Nettokaltmieten? Der amtliche Mietindex zeigt ihre Preisentwicklung – mit Bezugsmonat, Zeitreihe und klarer Abgrenzung zu Angebotsmieten.
Wie entwickeln sich die Nettokaltmieten?
September 2026113,0 Index (2020=100)Gegenüber demselben Vorjahresmonat: +2,3 %. Gegenüber dem unmittelbar vorherigen Monat: +0,2 %.
Eigene Berechnung aus amtlichen Indexständen. Wegen der gerundeten Quellindizes können amtliche Veränderungsraten leicht abweichen. Ein geringerer positiver Anstieg bedeutet weiterhin steigende Mieten; erst eine negative Rate bedeutet einen Rückgang im jeweiligen Vergleich.
Die Hauptkennzahl beschreibt die Preisentwicklung tatsächlich gezahlter Nettokaltmieten. Ein Indexstand ist weder ein durchschnittlicher Mietbetrag noch ein Preis pro Quadratmeter.
Wie hat sich der Mietindex entwickelt?
Tatsächliche Nettokaltmieten in Deutschland, Index 2020=100. Gezeigter Zeitraum: Oktober 2016 bis September 2026. Letzter Indexstand: 113,0. Fehlende Monate unterbrechen die Linie. Die Kurve zeigt höchstens die letzten zehn Jahre; sämtliche übernommenen Werte stehen unter Daten und Quellen.
Übernommener Zeitraum: Januar 2015 bis September 2026. Veränderung zwischen diesen Indexständen: +21,6 % (eigene Verhältnisrechnung, keine Summe von Jahresraten).
Die letzten 24 Monatswerte
| Monat | Index (2020=100) | Zum Vorjahresmonat in % | Zum Vormonat in % | Quellenstatus / Originalzeichen |
|---|---|---|---|---|
| September 2026 | 113,0 | +2,3 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| August 2026 | 112,8 | +2,2 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Juli 2026 | 112,6 | +2,2 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Juni 2026 | 112,4 | +2,2 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Mai 2026 | 112,2 | +2,2 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| April 2026 | 112,0 | +2,2 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| März 2026 | 111,8 | +2,3 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Februar 2026 | 111,6 | +2,3 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Januar 2026 | 111,4 | +2,3 | +0,3 | nicht ausgewiesen |
| Dezember 2025 | 111,1 | +2,3 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| November 2025 | 110,9 | +2,2 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Oktober 2025 | 110,7 | +2,1 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| September 2025 | 110,5 | +2,1 | +0,1 | nicht ausgewiesen |
| August 2025 | 110,4 | +2,2 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Juli 2025 | 110,2 | +2,2 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Juni 2025 | 110,0 | +2,1 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Mai 2025 | 109,8 | +2,1 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| April 2025 | 109,6 | +2,0 | +0,3 | nicht ausgewiesen |
| März 2025 | 109,3 | +2,1 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Februar 2025 | 109,1 | +2,1 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
| Januar 2025 | 108,9 | +2,1 | +0,3 | nicht ausgewiesen |
| Dezember 2024 | 108,6 | +2,2 | +0,1 | nicht ausgewiesen · Amtlicher Hinweis: Umstieg auf den Erhebungskatalog 2025; Dezember 2024 insbesondere im Vormonatsvergleich teilweise in der Qualität beeinflusst. |
| November 2024 | 108,5 | +2,3 | +0,1 | nicht ausgewiesen |
| Oktober 2024 | 108,4 | +2,3 | +0,2 | nicht ausgewiesen |
Auszug aus der Datentabelle: 24 von 141 Zeilen. Alle Werte und Quellen ansehen →
Eigene Berechnung aus amtlichen Indexständen. „–“ bedeutet fehlender oder nicht vergleichbarer Wert, keine Null. Fehlende Monate werden nicht durch Nachbarmonate ersetzt. Der Export weist keinen Status je Beobachtung aus.
Amtlicher Qualitätshinweis: Beim Umstieg auf den Erhebungskatalog 2025 sind die Werte für Dezember 2024 insbesondere im Vormonatsvergleich teilweise in der Qualität beeinflusst. Der Hinweis betrifft die Vergleichbarkeit; er ist kein Beleg für eine bestimmte politische Ursache.
Jahresdurchschnitte aus vollständigen Jahren
Bevorzugt werden die amtlichen Jahresdurchschnitte derselben Position aus GENESIS 61111-0003. Zum Abgleich steht daneben das eigene Mittel aus genau zwölf Monatsindizes. Jahresraten vergleichen Jahresmittel. Laufende und unvollständige Jahre bleiben aus dieser Tabelle ausgeschlossen.
| Jahr | Jahresindex | Eigenes Monatsmittel | Zum Vorjahr in % | Herkunft / Vollständigkeit |
|---|---|---|---|---|
| 2025 | 110,0 | 110,04 | +2,1 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2024 | 107,7 | 107,73 | +2,2 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2023 | 105,4 | 105,41 | +2,1 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2022 | 103,2 | 103,23 | +1,8 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2021 | 101,4 | 101,42 | +1,4 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2020 | 100,0 | 100,00 | +1,4 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2019 | 98,6 | 98,58 | +1,4 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2018 | 97,2 | 97,18 | +1,5 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2017 | 95,8 | 95,75 | +1,4 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2016 | 94,5 | 94,45 | +1,2 | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
| 2015 | 93,4 | 93,41 | – | Amtlich · GENESIS 61111-0003 · 12 Monate |
Was misst der Mietindex?
Verwendet wird die Position tatsächliche Nettokaltmiete. Sie erfasst die reine Miete ohne Nebenkosten und grenzt sich von unterstellten Mietwerten für selbst genutztes Wohneigentum ab. Die amtliche Preisbeobachtung verfolgt die Entwicklung einer ausgewählten und gewichteten Stichprobe.
Der Index umfasst den beobachteten Mietmarkt und ist nicht auf neu im Internet angebotene Wohnungen beschränkt. Er sollte deshalb auch nicht als reine Neuvertrags- oder Angebotsmietenreihe bezeichnet werden.
Was bedeutet die Basis 2020=100?
Das Basisjahr setzt den Referenzpunkt der Preisreihe. Ein frei gewähltes Beispiel: Steigt ein Index von 100 auf 110, entspricht das einem Anstieg um 10 %. Steigt er danach von 110 auf 121, sind das weitere 10 % und insgesamt 21 % gegenüber dem Ausgangspunkt.
Das Beispiel beschreibt eine Rechnung, keine beobachteten Deutschlandwerte. Ein höherer Mietindex eines Landes bedeutet außerdem nicht automatisch höhere Euro-Mieten als in einem anderen Land.
Warum können Wohnungssuchende andere Preissteigerungen sehen?
Eine Wohnungssuche richtet sich auf die gerade verfügbaren Angebote. Eine Bestandsbetrachtung enthält dagegen viele bereits laufende Mietverhältnisse. Die beobachteten Wohnungen, Vertragszeitpunkte und räumlichen Schwerpunkte sind verschieden.
Darum können eine moderate Entwicklung im Mietindex und hohe Preise bei der Wohnungssuche gleichzeitig zutreffen. Der Unterschied allein belegt weder einen Fehler der Statistik noch eine bestimmte politische Ursache. Die Erklärung zu Bestands- und Angebotsmieten zeigt die Messkonzepte im Einzelnen.
Bestandsmieten, Angebotsmieten und Neuvertragsmieten unterscheiden →
Was lässt sich daraus nicht ablesen?
Der Index liefert keine ortsübliche Vergleichsmiete und bewertet kein einzelnes Mietangebot. Er zeigt auch nicht, welcher Anteil eines Haushaltseinkommens für Wohnen aufgewendet wird. Für diese Frage ist die gesonderte Wohnkostenbelastung zuständig.
Aus der Reihe ergibt sich keine Zielerreichungsquote für den Wohnungsbau. Ein Nachweis der Wirkung einer einzelnen Regelung würde zusätzliche Untersuchungen verlangen. Ein Preisvergleich und ein Wirkungsnachweis sind unterschiedliche Aufgaben.
Quellen, Datenstand und Revisionen
Die Reihe stammt aus GENESIS-Online des Statistischen Bundesamtes, Tabelle 61111-0004, Position CC13-0411. Berichtsmonat, amtliche Veröffentlichung und Übernahme durch Politikfolgen werden getrennt ausgewiesen. Unbekannte Veröffentlichungsdaten bleiben als solche erkennbar.
Basisumstellungen und amtliche Neuberechnungen können auch ältere Werte verändern. Politikfolgen bewahrt frühere übernommene Fassungen. Die vollständigen Werte, Originalkennungen, Rechenregeln und verfügbaren Revisionen stehen auf der Datendetailseite.
Berichtsmonat: September 2026. Amtliches Veröffentlichungsdatum dieser importierten Fassung: nicht ausgewiesen. Von Politikfolgen übernommen: 06.11.2026 15:26 UTC. Zuletzt unverändert bestätigt: 06.11.2026 15:26 UTC.
GENESIS 61111-0004 · 2020=100; CC13-0411 Tatsächliche Nettokaltmiete; COICOP 2013; Deutschland; amtliche Fassung beim Abruf. Die Tabellenmetadaten reichen von 1991 bis zum aktuellen Berichtsjahr; für CC13-0411 ergab der vollständige Verfügbarkeitsabruf gültige Werte ab Januar 1995. Die hier übernommene Auswahl beginnt im Januar 2015. Unveröffentlichte Folgemonate sind keine Messwerte.
- Destatis GENESIS: tatsächliche Nettokaltmiete, monatlich ↗
- Destatis GENESIS: Jahreswerte derselben Gütergliederung ↗
- Destatis Inflationsmitteilung September 2026, Tabelle Gesamtindex/Teilindex ↗
- Destatis VPI: Methoden und Qualität ↗
- Destatis: Nettokaltmieten, Definition und Wohnsituation ↗
- Destatis: GENESIS API, offizielles Repository ↗
- Destatis Nutzungsbedingungen ↗
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS 61111-0004 und 61111-0003, CC13-0411. Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0. Auswahl, Veränderungen und Darstellung sind eigene Bearbeitungen von Politikfolgen.
Alle verfügbaren Werte, Definitionen und Quellen zu dieser Kennzahl.
Vollständige Daten und Quellen öffnen →